Verlust
Splitter tief in meiner Brust
Zuschanden ist mein Herz
Zu fest war der Bogen gespannt
Durch Amors kindliche Hand
Tief drang er ein der Pfeil
Zerfetzte mir das Herz
Und mordend, mit eisiger Hand
Stand sie, kalt lächelnd, nahebei
Wie wünschte ich mir Ruhe
Hingesunken ins ewige Schwarz
Gedeckt von liebreicher Erde
Die mich sanft umhüllt.
So zärtlich mich haltend
Wie sie es einst tat
Und mir die Mühsal des Tages
Küsste seidenweich von der Stirn.
Einmal noch, ein einziges Mal
Nur noch eine Tag schenke mir
Als der Liebe Band
Samt war und nicht raues Tuch.
Verlorene Liebe
Aus meiner Augen Winkel
fließen zäh wie Öl
der bitteren Gefühle
Zähren schwarz wie Teer
Ich möchte sie umfangen
mit voller Liebesglut,
doch will sie’s nicht gestatten
raubt’s mir des Lebens Mut
Kein’ andre kann mich herzen
so süß wie sie es tut
doch lässt sie dereinst ab davon
ist’s mir, als wär’s der Tod
Oden an die Liebe
Schönste, ach, wie soll ich’s sagen,
wie gewogen ich dir bin!
Weiß nicht, wie soll ich es beginnen,
dass ich dir dieses Lied werd singen.
Kein’ andre ist so schön wie du,
einer holden Elfe gleich,
wie kann ich deiner meiden,
machst mein Herze mir so weich.
Deine Augen sind so klar und rein,
tief so wie ein Bergessee
und ich muss es dir gestehen,
wunderbar, wenn ich sie seh’.
Ganz einfach will ich sagen dir,
und dies alleine nicht zum Scherz,
wenn ich deiner nahe bin,
wird’s mir so warm uns Herz!
***
Seh’ ich in dein Augenpaar
und auf dein seidenweiches Haar,
so wird’s ums Herze mir so warm,
wünscht dich so sehr in meinem Arm.
Bist einfach lieblich anzuschau’n.
Ich wünschte mir, ich würd’ mich trau’n,
es dir zu sagen, wie du schön -
bei solcher Hold will ich nicht geh’n.
Kein andre kommet deiner gleich,
mit deinen Lippen süß und weich.
Ich möchte diese Rosenknospen
auf immerdar ganz zärtlich kosten.
***
Leben, meint’ ich,
hab ich gekannt,
bevor, mein Engel,
ich dich fand.
Dein Augenpaar,
wie Bergesseen,
möchte ich im Leben
immer seh’n.
War einst ein Mann
In Erz gebannt,
doch war’s geschmolzen
in deiner Hand.
Dir liebes Mädchen, will ich sagen
und hoff, du wirst es mir nicht sehr verargen:
deiner bet ich immer an,
mit Herz und Haupt - und mit der Hand!
***
Ein Mägdelein so wunderschön
So zart und lieblich anzuseh‘n
Mit Haaren braun, wie Haselnuss
Wen wundert‘s, dass ich dichten muss
So hold war sie, so elfenfein
Kristallen musst‘ ihr Lächeln sein
Wie wünscht‘ ich mir im Überfluss
Durch dieser Rose Lippen Kuss
Ich blickte in ein Augenpaar
Wie Bergesseen rein und klar
Und doch des Bernstein Lichterglanz
War schier verzaubert gar und ganz
Des Augenblickes Zauberkraft
Hat Sehnen so in mir entfacht
Dass ich es ihr wohl sagen müsst
Hätt‘ bess‘re ich denn je geküsst.
***
Sonne gießt ihr gülden Licht
hernieder auf dein Haupt.
Mein‘ Schönste, ja ich leugne nicht,
bist lieblich überhaupt.
Wie Honig, der aus Waben fließt,
so wallet sanft dein Haar.
Dein‘ Anblick jeder Mensch genießt
und schwelget ganz und gar.
Ein Blick nur in dein Augenpaar,
so rein, wie Bergesseen,
ich muss gestehen, es ist wahr,
um den ist es gescheh’n.
***
So ward ein holder Augenstern
In dieser Zeit geboren
Voll Anmut, Liebreiz und auch Geist
den Musen auserkoren.
Wie mag dies holde Mädchen heißen
Wer weiß es?
Doch mir reicht
Wie ihre Äuglein gleißen.
Mir reicht es, wie sie liebreich lächelt
Edler Göttin wohl zur Ehr
Kein´ andre hat, was sie wohl hat
Und davon noch viel mehr.
So leg ich denn in Ehrfurcht staunend
Mein Herze dir zu Füßen
Will hoffen, Schönste, nimmermehr
Muss dieses ich dir büßen.
***
Von selt’ner Schönheit ist die Frau,
die ich allhier am liebsten schau.
So herrlich und auch wohlgestalt,
als ob’s aus Himmelschören schallt.
Ein Augenpaar so wunderschön,
wer mag dem Blick zu widersteh’n
Zwei Äuglein, blau, dem Himmel gleich,
macht mir die Stimmung sanft und weich.
Der Lippen honigsüßer Rund,
wie pralle Kirschen ist der Mund.
Von solchen Lieblichkeit ein Kuss,
wer da nicht schier vergehen muss
Ein Haupt umrahmt von gold’nem Haar
und anzusehen wunderbar;
voll Anmut und mit edlem Schwung,
so lebensfroh und frisch und jung.
Göttergleich ihr wiegend Gang,
als läge der Zephir im Schwang.
Wenn je ein Weib dies Wort verdiente,
dann nenn ich diese Aphrodite!
Und ihre Haut ist reinster Samt,
bezaubernd ist sie insgesamt.
Hat Lieblichkeit, wie sonsten keine:
wer sie sieht, weiß, was ich meine!
So frage nicht, warum ich dichte
bei dieser Frau im Augenlichte
Welch eine and’re kann so sein?
So edel, unbeschreiblich fein.
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