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Poesie

Verlust

 

Splitter tief in meiner Brust

Zuschanden ist mein Herz

Zu fest war der Bogen gespannt

Durch Amors kindliche Hand

 

Tief drang er ein der Pfeil

Zerfetzte mir das Herz

Und mordend, mit eisiger Hand

Stand sie, kalt lächelnd, nahebei

 

Wie wünschte ich mir Ruhe

Hingesunken ins ewige Schwarz

Gedeckt von liebreicher Erde

Die mich sanft umhüllt.

 

So zärtlich mich haltend

Wie sie es einst tat

Und mir die Mühsal des Tages

Küsste seidenweich von der Stirn.

 

Einmal noch, ein einziges Mal

Nur noch eine Tag schenke mir

Als der Liebe Band

Samt war und nicht raues Tuch.

 

 

Verlorene Liebe

 

Aus meiner Augen Winkel

fließen zäh wie Öl

der bitteren Gefühle

Zähren schwarz wie Teer

 

Ich möchte sie umfangen

mit voller Liebesglut,

doch will sie’s nicht gestatten

raubt’s mir des Lebens Mut

 

Kein’ andre kann mich herzen

so süß wie sie es tut

doch lässt sie dereinst ab davon

ist’s mir, als wär’s der Tod

 

 

 

Oden an die Liebe

 

 

Schönste, ach, wie soll ich’s sagen,

wie gewogen ich dir bin!

Weiß nicht, wie soll ich es beginnen,

dass ich dir dieses Lied werd singen.

 

Kein’ andre ist so schön wie du,

einer holden Elfe gleich,

wie kann ich deiner meiden,

machst mein Herze mir so weich.

 

Deine Augen sind so klar und rein,

tief so wie ein Bergessee

und ich muss es dir gestehen,

wunderbar, wenn ich sie seh’.

 

Ganz einfach will ich sagen dir,

und dies alleine nicht zum Scherz,

wenn ich deiner nahe bin,

wird’s mir so warm uns Herz!

 

 

***

 

Seh’ ich in dein Augenpaar

und auf dein seidenweiches Haar,

so wird’s ums Herze mir so warm,

wünscht dich so sehr in meinem Arm.

 

Bist einfach lieblich anzuschau’n.

Ich wünschte mir, ich würd’ mich trau’n,

es dir zu sagen, wie du schön -

bei solcher Hold will ich nicht geh’n.

 

Kein andre kommet deiner gleich,

mit deinen Lippen süß und weich.

Ich möchte diese Rosenknospen

auf immerdar ganz zärtlich kosten.

 

 

***

 

 

Leben, meint’ ich,

hab ich gekannt,

bevor, mein Engel,

ich dich fand.

 

Dein Augenpaar,

wie Bergesseen,

möchte ich im Leben

immer seh’n.

 

War einst ein Mann

In Erz gebannt,

doch war’s geschmolzen

in deiner Hand.

 

Dir liebes Mädchen, will ich sagen

und hoff, du wirst es mir nicht sehr verargen:

deiner bet ich immer an,

mit Herz und Haupt - und mit der Hand!

 

 

***

 

 

Ein Mägdelein so wunderschön

So zart und lieblich anzuseh‘n

Mit Haaren braun, wie Haselnuss

Wen wundert‘s, dass ich dichten muss

 

So hold war sie, so elfenfein

Kristallen musst‘ ihr Lächeln sein

Wie wünscht‘ ich mir im Überfluss

Durch dieser Rose Lippen Kuss

 

Ich blickte in ein Augenpaar

Wie Bergesseen rein und klar

Und doch des Bernstein Lichterglanz

War schier verzaubert gar und ganz

 

Des Augenblickes Zauberkraft

Hat Sehnen so in mir entfacht

Dass ich es ihr wohl sagen müsst

Hätt‘ bess‘re ich denn je geküsst.

 

 

***

 

 

Sonne gießt ihr gülden Licht

hernieder auf dein Haupt.

Mein‘ Schönste, ja ich leugne nicht,

bist lieblich überhaupt.

 

Wie Honig, der aus Waben fließt,

so wallet sanft dein Haar.

Dein‘ Anblick jeder Mensch genießt

und schwelget ganz und gar.

 

Ein Blick nur in dein Augenpaar,

so rein, wie Bergesseen,

ich muss gestehen, es ist wahr,

um den ist es gescheh’n.

 

 

***

 

 

So ward ein holder Augenstern

In dieser Zeit geboren

Voll Anmut, Liebreiz und auch Geist

den Musen auserkoren.

 

Wie mag dies holde Mädchen heißen

Wer weiß es?

Doch mir reicht

Wie ihre Äuglein gleißen.

 

Mir reicht es, wie sie liebreich lächelt

Edler Göttin wohl zur Ehr

Kein´ andre hat, was sie wohl hat

Und davon noch viel mehr.

 

So leg ich denn in Ehrfurcht staunend

Mein Herze dir zu Füßen

Will hoffen, Schönste, nimmermehr

Muss dieses ich dir büßen.

 

 

***

 

 

Von selt’ner Schönheit ist die Frau,

die ich allhier am liebsten schau.

So herrlich und auch wohlgestalt,

als ob’s aus Himmelschören schallt.

 

Ein Augenpaar so wunderschön,

wer mag dem Blick zu widersteh’n

Zwei Äuglein, blau, dem Himmel gleich,

macht mir die Stimmung sanft und weich.

 

Der Lippen honigsüßer Rund,

wie pralle Kirschen ist der Mund.

Von solchen Lieblichkeit ein Kuss,

wer da nicht schier vergehen muss

 

Ein Haupt umrahmt von gold’nem Haar

und anzusehen wunderbar;

voll Anmut und mit edlem Schwung,

so lebensfroh und frisch und jung.

 

Göttergleich ihr wiegend Gang,

als läge der Zephir im Schwang.

Wenn je ein Weib dies Wort verdiente,

dann nenn ich diese Aphrodite!

 

Und ihre Haut ist reinster Samt,

bezaubernd ist sie insgesamt.

Hat Lieblichkeit, wie sonsten keine:

wer sie sieht, weiß, was ich meine!

 

So frage nicht, warum ich dichte

bei dieser Frau im Augenlichte

Welch eine and’re kann so sein?

So edel, unbeschreiblich fein.

 

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